Über Geld, Gold & Silber
Die wenigsten Menschen wissen, wie unser heutiges Geldsystem funktioniert. Dies, obwohl Geld ein zentraler Punkt unseres Lebens ist und jeden einzelnen von uns betrifft.
Henry Ford, Gründer des gleichnamigen Automobilherstellers, sagte einst:
“Es ist gut, dass die Leute unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen, denn wenn sie es täten, dann glaube ich, gäbe es eine Revolution noch vor morgen früh.“
Unser Geldsystem
Eine kurze Zusammenfassung:
Ursprünglich bestand unser Geld aus Gold- und Silbermünzen. Später wurden für die einfachere Handhabung Banknoten eingeführt, welche einen Gutschein für die Edelmetallmünzen darstellten. Man konnte jederzeit die Papiergutscheine gegen das echte Geld, also Gold- und Silber bei der Bank eintauschen. Im Laufe des letzten Jahrhunderts wurde diese Deckung von den Regierungen abgeschafft. Heute haben Banknoten nun keinen hinterlegten Wert mehr.
Nachfolgend das ganze etwas ausführlicher!
Was ist Geld
Was ist eigentlich Geld? Nüchtern definiert ist Geld
ein Gegenstand, welcher von allen Parteien, die zusammen handeln, als Tauschmittel anerkannt wird.
Daneben wird Geld auch als Wertaufbewahrungsmittel verwendet, dazu sollte der als Geld verwendete Gegenstand allerdings von dauerhafter Qualität sein. Zudem ist Geld auch Wertmassstab und Recheneinheit.
In der Geschichte der Menschheit wurde schon alles mögliche als Geld verwendet. Muscheln, Steine, Getreide, bedrucktes Papier und vieles mehr. Vieles davon konnte sich nicht lange als Geld halten, weil es die wichtigsten Punkte nicht erfüllen konnte. Geld muss nämlich aus einem dauerhaften Material sein und vorallem nicht unendlich zur Verfügung stehen und reproduziert werden können. Stellen Sie sich vor, was passieren würde, wenn z.B. Staaten einfach beliebig viel Geld herstellen könnten - das Geld würde permanent an Wert verlieren, je mehr davon hergestellt wird!
- Wenn Ihnen nun ein Licht aufgeht, ist das gut so!
Im Laufe der letzten zweieinhalb Jahrtausende haben sich nun aber zwei Dinge
etabliert, welche dauerhaft sind und nicht in beliebiger Anzahl hergestellt werden können: Die Edelmetalle Silber & Gold. Früher wurden diese direkt als Münzen geprägt, später als hinterlegter Wert für Papiergeld verwendet (Gold-/Silberstandard).
Die Edelmetalle Gold & Silber sind nahezu unzerstörbar, nicht reproduzierbar und zudem auch noch optisch äusserst schön. Diese Tatsachen machen Gold & Silber schon seit Jahrtausenden zum einzigen, auf der ganzen Welt akzeptierten Geld - zum einzigen richtigen Geld!
Es ist noch nicht so lange her, da waren die Banknoten aus Papier lediglich ein Gutschein für die entsprechende Menge Gold oder Silber - und konnten jederzeit in physisches Edelmetall
umgetauscht werden.
Als Beispiel hier zwei ähnliche Bilder - links ein Silber-Dollar-Zertifikat (oben in der Vergrösserung), welches noch gegen richtiges Geld (Silber) eingetauscht werden konnte
("ONE DOLLAR - IN SILVER PAYABLE") - rechts eine Federal Reserve Banknote, welche nur noch ein bedrucktes Stück Papier ist, ohne Umtauschrecht in einen realen Wert. Mit Schweizer Franken und D-Mark lief das genaugleich.
Heute nun hat Papiergeld, auch der Schweizer Franken, keinen eigentlichen inneren Wert mehr. Deshalb sind nur Silber und Gold richtiges Geld - und zudem weltweit anerkannt.
Unser heutiges Geldsystem
Zu der Zeit als die Umlaufmünzen noch direkt aus Gold oder Silber bestanden (in der Schweiz waren die Frankenmünzen bis 1968 aus Silber) und die Banknoten nur ein Gutschein für gelagertes Gold oder Silber waren, da war es nicht möglich, beliebig viel Geld in Umlauf zu bringen - da schlicht und einfach das Edelmetall dazu fehlte. Dieses System war sehr ehrlich und die Staaten konnten sich nicht in grossem Masse verschulden.
Genau darin lag (natürlich nur aus Sicht der Regierungen) ein grosses Problem. Es war nicht möglich grosse Summen auszugeben, wenn kein Gold vorhanden war. Was nicht vorhanden war, konnte auch nicht ausgegeben werden. Weder ein überbordender Sozial- und Zentralstaat, noch grosse Kriege waren mit einem auf Edelmetallen beruhenden Geldsystem zu finanzieren.
So kam es, dass im Laufe der Zeit zuerst der Silber- dann der Goldstandard abgeschafft wurde. Durch verschiedene Kampagnen wurden Gold und Silber als Geld abgeschafft und durch unser heutiges Papiergeldsystem (eigentlich ist es ein Kreditgeldsystem) ersetzt.
Ein gutes Buch dazu ist "Das Silberkomplott", welches diese Entwicklung, sowie die tiefgründigeren Motive dazu, detailliert darstellt.
Im letzten Viertel des zwanzigsten Jahrhunderts, als die Staatschulden immer weiter zunahmen, wurde dann ein regelrechter Krieg gegen Gold begonnen, welcher auch heute noch geführt wird (allerdings mit immer geringerem Erfolg). Gold wurde durch Regierungen, Zentralbanken und Massenmedien verunglimpft und bekämpft. Den Bürgern wurde eingetrichtert, dass Gold ein barbarisches Relikt sei und diese ja die Finger davon lassen sollten. Es gibt zudem viele Hinweise, dass der Goldpreis von den Zentralbanken auch aktiv stark beeinflusst wurde und wird. Denn wenn der Goldpreis zu stark steigt (resp. das Papiergeld zu schnell an Wert verliert), merken immer mehr Bürger, dass mit dem System etwas nicht stimmt.
Wie funktioniert nun das heutige Geldsystem? Wir lesen von immer grösseren Summen, die Staatsschulden praktisch aller Länder explodieren, Banken müssen durch exorbitante Summen gestützt werden (vom Staat, welcher auch kein Geld hat), woher kommt denn all das Geld überhaupt?
Geld wird heute aus dem Nichts heraus geschaffen. Immer dann, wenn Staaten (oder Private) Geld benötigen, bekommen Sie einen Kredit von der Bank. Genau in diesem Augenblick entsteht das Geld. Geschäftsbanken verleihen nicht nur das Geld, dass Sie von den Sparern haben, sondern dürfen gesetzlich legitimiert ein vielfaches dieses Geldes als Kredit verleihen. Dieser (von der jeweiligen Zentralbank festgelegte) Mindestreservensatz ist je nach Land unterschiedlich, liegt in der Regel aber zwischen 0 und 10 Prozent - Das bedeutet, eine Bank kann für 100'000 Franken eigenem Guthaben und bei einem Reservesatz von 2,5%, 4'000'000 Franken verleihen. In dem Moment der Kreditvergabe entstehen in dem Beispiel also 3'900'000 Franken aus dem Nichts heraus. Und für das aus dem Nichts geschaffene Geld kann die Bank dann Zinsen verlangen. Dies ist gesetzlich legitimiert und auch kein Geheimnis. Deshalb sind Banklizenzen auch so begehrt, weil Sie eben tatsächlich eine Lizenz zum Geld drucken sind.
Woher nehmen Geschäftsbanken Geld, wenn Sie selbst nicht mehr genug haben - oder mehr benötigen als der Mindestreservesatz zulässt? Sie leihen sich das Geld bei der jeweiligen Zentralbank - und können dann wieder ein vielfaches davon als Kredit verleihen. Das dramatische daran ist, dass diese Summen durch nichts (ausser Vertrauen...) gedeckt sind, es sind theoretische Werte, eben Schuldversprechen.
Würden nun schon lediglich 10 Prozent aller Kunden einer Bank Ihr Guthaben auf einmal abheben wollen, die Bank wäre Pleite. (Denn der Reservesatz liegt ja in der Regel weit unter 10 Prozent). Es würde offensichtlich, dass das Geld gar nicht vorhanden ist.
Wenn nun eine Grossbank in Konkurs gehen müsst, so hätte dies für die Volkswirtschaft sehr dramatische Folgen. All das ganze, aus warmer Luft heraus entstandene Kreditgeld, würde wieder verschwinden. Die Guthaben der Kunden, aber auch das ausgeliehene Geld an Untermehmen, welche dann Ihrerseits von der Pleite bedroht wären.
Deshalb springt in so einem Fall eben der Staat ein und erteilt grosszügig Stützungskredite an die Bank. Natürlich hat der Staat das Geld auch nicht; Er leht es sich von der Zentralbank - oder noch besser, die Zentralbank selbst leiht der angeschlagenen Geschäftsbank das Geld.
Aber woher hat die Zentralbank... Diese kann für Ihr eigenes Geldsystem (CHF, Euro, etc.) einfach Geld "drucken" ohne Rücksicht auf einen Mindestreservesatz. Sie ist ja die Herausgeberin und Herrin des Geldes. Wird in einem Währungsraum allerdings zuviel Geld erschaffen, verliert dieses natürlich an Wert gegenüber den übrigen Waren (Brot, Land, Gold). Wir reden dann davon, dass die Preise steigen - aber in Tat und Wahrheit sinkt eben einfach der Wert des Papiergeldes. Dieser Vorgang nennt sich auch Inflation...
Somit ist also auch eine Zentralbank etwas eingeschränkt in der Geldvermehrung. Denn eine allzu starke Inflationierung ohne Rücksicht entwertet die Währung immer mehr, im Extremfall ist eine Hyperinflation die Folge (monatliche Inflationsrate von über 50%). Aber auch das geschieht; Beispiele gibt es dafür in der Geschichte zuhauf: 1919 Sowjetrussland, 1920 Weimarer Republik (Deutschland), 1923 Österreich, 1924 Ungarn, 1944 Griechenland, 1946 Ungarn, 1950 China, 1985 Bolivien, 1988 Nicaragua, Jugoslavien, 1989 Polen, 1990 Brasilien, Argentinien, Peru, 1994 Zaire, 1992 Russland, 1994 Georgien, 1994 und 1997 Angola, 2006 - 2009 Simbabwe.
Statt eine extreme Inflation herbeizuführen, kann eine Landes-Zentralbank auch bei übergeordneten Instanzen um Hilfe bitten - bez. Geld leihen um die eigene Bilanz zu stabilisieren.
Zentralbanken können Geld vom IWF (Internationaler Währungsfonds) oder dem FED (das amerikanische Zentralbanken-System) leihen. Woher nehmen diese dann das Geld? Der IWF bekommt es wiederum von den Mitgliedsländern...
Die US-Notenbank FED hingegen ist ein Sonderfall. Das internationale Geldsystem basiert auf dem US-Dollar. Die ganze Welt rechnet im internationalen Handel in US-Dollar ab. Diese US-Dollar werden vom FED geschaffen (auf den Dollarnoten steht deshalb auch: "Federal Reserve Note"), ebenfalls erst im Augenblick der Kreditvergabe. Das FED ist die oberste Instanz unseres Weltwährungssystem.
Auch die US-Regierung leiht sich das Geld (also den US-Dollar) vom FED - und bezahlt dafür Unsummen an Zinsen. Das US-Gesetz von 1913 erlaubt genau das - und gibt dem FED somit eine ungeheure Macht über die US-Regierung.
Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht
Zitat von Mayer Amschel Rothschild, Mitbegründer des FED.
Offenbar soll Präsident J.F.Kennedy vor seiner Ermordung das FED-Ermächtigungsgesetz von 1913 aufgehoben haben. Die erste Handlung seines Nachfolgers war es, den alten Zustand wieder herzustellen. Alles Zufall?
Nun, jedenfalls hat das FED aufgrund der Rolle des US-Dollas (oder besser FED-Dollar...) als Weltleitwährung ebenfalls grossen Einfluss auf alle Zentralbanken und Länder.
Das FED selbst ist übrigens keine staatliche Organisation, sondern eine Privatbank, gegründet von den grossen Bankerfamillien wie Morgan, Rothschild, Rockefeller u.a. Die heutigen Besitzverhältnisse werden streng unter Verschluss gehalten. Es ist anzunehmen, dass es immer noch zu grossen Teilen die Bankerdynastien sind.
Ein gutes, ausführliches Buch dazu ist:
Die Kreatur von Jekyll Island
Einem Bankenkartell, bestehend aus den weltweit führenden Bankhäusern Morgan, Rockefeller, Rothschild, Warburg und Kuhn-Loeb, gelang es 1913 in einem konspirativ vorbereiteten Handstreich, das amerikanische Parlament zu überlisten und das Federal Reserve System (Fed) ins Leben zu rufen - eine amerikanische Zentralbank. Doch diese Bank ist weder staatlich (federal) noch hat sie wirkliche Reserven. Ihr offizieller Zweck ist es, für die Stabilität des Dollars zu sorgen. Doch seit der Gründung des Fed hat der Dollar über 95 Prozent seines Wertes verloren.
Wenn man nun die Problematik unseres Papiergeldsystems versteht, wird auch klar, weshalb man einen Teil seines Vermögens in echten Werten wie physischem Gold und Silber halten sollte.
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